View Full Version : Lizenzen an die Macht !
ibrmv
2008-05-27, 09:36 PM
:eek: give Lizenz a chance !!!
offenbar haben viele ein Riesenbedürfnis, sich zu diesem Thema zu äussern :D
Eremit
2008-05-28, 05:17 AM
Hallo Matthias,
offenbar haben viele ein Riesenbedürfnis, sich zu diesem Thema zu äussern :D
Ehrlich? Für mich hört sich das eher an als sei die Leidensfähigkeit einiger Leute in der Vergangenheit schon deutlich überstrapaziert worden.
...ah stefan und franz, bitte nicht hier auch noch!!!! ...habe mich schon aus dem CH-Forum hierher geflüchtet und jetzt beginnt der ganze sch... hier auch noch!! :mad: :mad: :mad:
Darüber wollten wir hier ja gerade nicht diskutieren ( siehe Beitrag weiter vorne ). Ich kann Deine Meinung nachvollziehen, denke auch in die Richtung, aber darum geht es nicht.
Es geht um die Bekanntgabe eines Termins mit der Bemerkung, dass KEINE Linzenz gebraucht wird. Und nicht um eine Lizenzdiskussion
Hallo Jogi,
habe trotz viel Arbeit nun nach dem vorbereiten der Startliste doch noch ein paar Minuten Zeit für dich gefunden.
find ich :cool: , Hauptsache man ist dagegen
Ist nur schade, dass du dir hierfür den falschen Thread ausgesucht hast; denn hier wird ausgerechnet für ein "lizenzfreies Einradrennen" Werbung gemacht.
Aber ich kann schon verstehen: nur wer aus Prinzip gegen alles etwas zu berichten weiss, ist wirklich ober-:cool:
Da ich heute supergut drauf bin, möchte ich dir hiermit gerne drei tiefe und lizenzfreie Atemzüge gönnen.
Aber nachher bitte schnell wieder zurück ins Forum, denn irgendwo könntest du sonst eine Gelegenheit verpassen, gegen irgendetwas zu sein.
No Stress
Matthias Gauler
Und bei so viel Arroganz, sehe ich ehrlich gesagt auch keine Basis auf deren Grundlage eine sachliche Diskussion zu Stande kommen könnte.
MfG
Uli
:eek:
offenbar haben viele ein Riesenbedürfnis, sich zu diesem Thema zu äussern :D
Hallo Jogi,
habe trotz viel Arbeit nun nach dem vorbereiten der Startliste doch noch ein paar Minuten Zeit für dich gefunden.
Quote:
Jogi schrieb:
ehrlich gesagt weiss ich nicht genau worum es bei diesen lizenzen geht.
find ich :cool: , Hauptsache man ist dagegen
Ist nur schade, dass du dir hierfür den falschen Thread ausgesucht hast; denn hier wird ausgerechnet für ein "lizenzfreies Einradrennen" Werbung gemacht.
Aber ich kann schon verstehen: nur wer aus Prinzip gegen alles etwas zu berichten weiss, ist wirklich ober- :cool:
Da ich heute supergut drauf bin, möchte ich dir hiermit gerne drei tiefe und lizenzfreie Atemzüge gönnen.
Aber nachher bitte schnell wieder zurück ins Forum, denn irgendwo könntest du sonst eine Gelegenheit verpassen, gegen irgendetwas zu sein.
No Stress
Matthias Gauler
Danke für die konstruktive Kritik;) :D
Manche sagen ich sei gegen alles, dabei will ich nur für die Freiheit sein.
ich bin mir durchaus bewusst das die ganze arbeit die hinter so einer regelung (regelungsflut?) steht nicht aus schlechter absicht gemacht wird sondern dem ganzen gegenteil - allein es fängt immer ganz harmlos an und bald darauf steigt selbst der eigene anwalt nicht mehr durch.
das ist doch freizeit und keine steuergesetzgebung, warum muss ich erst viele seiten regelwerk lesen oder lizenzen erwerben bevor ich auf s einrad darf:confused:
aber mit einem hast du völlig recht:
ich bin gegen alle einschränkungen beim einradfahren - selbst wenn ich sie noch gar nicht kenne oder sie noch gar nicht erfunden wurde.
wenn sie sinn machen verstehen sie sich eh von selbst sonst sind sie bestenfalls überflüssig.:)
grüße vom jogiunianarchist
Regelwerke müssen meiner Meinung nach leider sein und solange sie einheitlich sind hab ich damit kein Problem (und der BDR scheint das mit dem einheitlichen Regelwerk so langsam auch begriffen zu haben 100mm Kurbeln sind ja endlich erlaubt). Aber Lizenzen die einen Sportlervorschreiben wo er hin und wo nicht darf, haben gerade im Einradsport nichts verloren. Da es aber wohl genug Einradfahrer gibt die sich gerne in ihrer Freiheit eingrenzen lassen und kein Problem damit haben sich trotz Volljährigkeit eine Erlaubniss holen zu müssen wenn sie bei der Bewertung von Küren helfen muss ich mich wohl damit abfinden (am DC habe ich mir mal eine von den BDR Jury Lizenzen angeguckt und da steht ganz klar drauf das sie die Lizenz verlieren wenn sie ohne Erlaubniss irgendwo judgen).
wolfgang.schaper
2008-05-28, 09:11 AM
Der Sinn und Zweck von Lizenzen ist es, Macht und Kontrolle auszuüben. Genau das unterscheidet eine Lizenz ja von einer Qualifikation: bei einer Qualifikation darf jeder antreten, der gezeigt hat, daß er gut genug ist. Bei einer Lizenz kann der Lizenzgeber beliebige Zusatzbedingungen vorgeben. Das kann sinnvoll sein, um die Möglichkeit zu schaffen, bestimmtes Verhalten zu sanktionieren und die entsprechenden Personen auszuschließen (z.B. Lizenzentzug bei Doping oder grob unsportlichem Verhalten), aber auch zum Selbstzweck werden (z.B. das von dir genannte Beispiel mit dem Judgen ohne Erlaubnis, oder auch Lizenzentzug bei der Teilnahme an Wettkämpfen anderer Verbände).
Insofern bin ich Lizenzen gegenüber nicht generell abgeneigt. Allerdings sollte sichergestellt sein, daß die Bedingungen dafür dem Sport dienen und nicht nur den Funktionären und deren Machterhalt. Solange es konkurrierende Verbände gibt, die über die Vergabe von Lizenzen versuchen, sich am Markt zu positionieren und ihren Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen bin ich strikt dagegen und kann nur jedem Sportler raten, sich nicht auf dieses Spiel einzulassen.
Zu Jogi und seinen anarchistischen Gedanken: natürlich braucht es weder Regeln, noch Lizenzen, um Einradfahren zu dürfen (mal abgesehen von den Regeln, denen wir alle unterliegen, wie z.B. dem Strafgesetzbuch). Daran hat bislang auch niemand versucht zu rütteln. Wenn sich Einradfahrer in einem Wettkampf messen wollen, machen gewisse Regeln schon Sinn um Leistung vergleichbar und meßbar zu machen. Wer da nicht mitmachen will, muß das nicht tun und kann völlig ohne Regeln alleine oder auch mit anderen gemeinsam Einradfahren. Ich sehe hier auch keinerlei Problem, weil die regelfreien Fahrer und die Wettkämpfer sich gegenseitig nicht stören.
um mal etwas luft rauszulassen:
ich bin ja auch einer von uns allen, die wir uns täglich in schule job und als staatbürger nach einer völlig unüberschaubaren flut von regeln und gesetzen zu richten haben. selbst in meinem anderen hobby, dem segeln, ist es nicht so das etwa freiheit auf den meeren herrscht, nein neben den nationalen vorschriften sind dort auch noch die internationalen einzuhalten.
und jetzt versuchen die lieben bürokraten sich auch noch das einrad unter den nagel zu reissen!
weil ihnen die freiheit unerträglich scheint?:confused:
weil sie ohne regelwerk gar nicht mehr leben können?:confused:
weil lizenzen und regeln so "normal" sind wie die "gefilterte" luft die sie atmen?:confused:
wenn ich mir die videos von markus ( turtle) und allen anderen hier anschaue, dann weiss ich eines einfach:
es gibt keine lizenz für freiheit!!!!!!!!!!!!!
freiheit nimmt man sich.
mein vorschlag
gebt denjenigen die sie wollen lizenzen und regeln,
aber denkt immer an eine startergruppe die "unlimited freedom" heißt!!!
wir regeln eure lizenzen nicht und ihr nicht unsere freiheit.
gruß jogi
bbraf
2008-05-28, 10:00 AM
Jogi, Du mischt da alles durcheinander. Lizenzen und Regeln gelangen bei Wettkämpfen zur Anwendung. Sonst interessiert sich niemand dafür noch stören sie.
Es gibt auch keine Personengruppe, die daran interessiert ist, Einradfahrer in ihrer Freiheit zu beschränken.
Jogi, Du solltest Politiker werden - oder Philosoph! :D :)
bbraf
2008-05-28, 10:04 AM
Ich gehe mit Lutz einer Meinung, Regelwerke sind für Wettkämpfe eine Voraussetzung.
Wer schon selber Einradwettbewerbe ausgerichtet hat, weiss das diese bei Protesten
und Reklamationen Hilfestellung geben können.
Hier geistern in Postings einige kuriose Vorstellungen betreffend Lizenzen herum.
In der Schweiz haben wir Lizenzen für Einradrennen und für Einradhockey.
1. Durch die Lizenzen wird niemand ausgeschlossen. Auch Einradfahrer die keine Lizenz
gelöst haben, können an Einradrennen in der Schweiz teilnehmen.
2. Die Lizenzen haben die Anmeldung, die Registration und auch die Auswertung von
Wettbewerben für die Fahrer und die Organisatoren vereinfacht.
Mit den Jugendlichen unseres Vereins nehme ich seit einem halben Dutzend Jahren
an Wettbewerben im In- und Ausland teil. Dies ist nun unser 2. Jahr mit Lizenzen in der Schweiz.
2.1 Die Anmeldung der Vereinsmitglieder wird vereinfacht, da ich nur noch
Name, Lizenznummern und gewünschte Wettbewerbe angeben muss. Ich spare Zeit.
2.2 Am Wettkampftag ist es völlig ausreichend, einfach die Zeit für's Einfahren vor
dem Wettkampf einzuberechnen, da eine Registration vor Ort entfällt.
Jeder Fahrer erhält mit seiner Lizenz auch seine Startnummer. Die Fahrer können
sich also direkt auf den Wettkampf konzentrieren und müssen nicht noch vorgängig
Schlange stehen, für Startnummern und was auch immer. Z.B. verdunstet an
UNICONs oder am DC ein halber bis ein ganzer Tag nur für die Anmeldung!
2.3 Im Anschluss an den Wettkampf müssen keine Reklamationen wegen falscher
Schreibung des Namens, falscher Kategorie und Ähnliches auf den Ranglisten eingereicht werden,
da diese Probleme alle schon Anfang Jahr mit dem Bezug der Lizenz gelöst
wurden und alle Personendaten zentral vorliegen.
Also kurz: die Lizenzen, wie sie in der Schweiz eingesetzt werden, grenzen Niemanden
aus, vereinfachen aber die Abläufe für Fahrer und Organisatoren.
Für mich als Coach und Fahrer ist die Einführung von Lizenzen im Einradsport (Schweizer Lösung) ein Fortschritt.
wolfgang.schaper
2008-05-28, 10:46 AM
Das ist aber eine völlig andere Art von Lizenzen, als man sie aus vielen anderen Sportarten (z.B. aus dem Rennradbereich) kennt und auch als die Kampfrichterlizenzen des BDR. Die von dir beschriebene zentrale Datenbank, deren einziger Zweck eine vereinfachte Anmeldung und Datenhaltung ist, halte ich für durchaus sinnvoll. Dann stellt sich aber natürlich die Frage, was es mit dem von ibrmv angekündigten "lizenzfreien Rennen" (http://www.unicyclist.com/forums/showpost.php?p=1031628&postcount=1) auf sich hat.
ibrmv
2008-05-28, 11:00 AM
die Bodenseemeisterschaft kann ich lizenzfrei durchführen, da es sich hier um einen einzelnen und unabhängigen Wettkampf handelt, bei dem sowieso alle Anmeldungen manuell erfasst werden müssen. Hier sind ja nicht nur Schweizer Einradfahrer am Start, sondern auch viele deutsche Einradfahrer, welche in der Datenbank nicht erfasst sind und nur an diesem einzigen Rennen starten werden.
Bei Rennserien wie der Schweizermeisterschaft liegt denn auch der grosse Vorteil der "Reproduzierbarkeit" und Vereinfachung.
Dieser Vorteil ist bei einem Einzelwettkampf wie der Bodenseemeisterschaft jedoch kaum spürbar, insbesondere wenn auch ein grosses internationales Teilnehmerfeld nur "einmalig" daran teilnimmt.
Ich hoffe, dass ich hiermit etwas zur Klärung beitragen konnte. ;)
Matthias Gauler
enaddi
2008-05-28, 12:49 PM
Könntet ihr mal im Großen und Ganzen zusammenfassen, worum es hier eigentlich geht? Ich blick da nicht mehr so ganz durch :confused:
ibrmv
2008-05-28, 05:34 PM
Hallo enaddi
ich versuche hier mal kurz zusammenzufassen:
bei etlichen Threads entwickelt sich eine Nebendiskussion mit dem Thema "Lizenzen"
dies lenkt teilweise massiv vom Kerninhalt des entsprechenden Themas ab
daher habe ich diesen Thread zum Thema Lizenzen eröffnet
Aber worum geht es eigentlich denn bei diesem Thema, bzw. was sind Lizenzen:
Lizenzen sind kostenpflichtige Dokumente, welche bei den meisten Sportarten alljährlich gelöst werden müssen, um eine Zulassungsberechtigung zu den Wettkämpfen zu erhalten
je nach Sportart sind diese günstig (wenige Euro) bis sehr teuer (mehrere hundert Euros bei Profisportarten)
mit den Lizenzgebühren wird bei den meisten Verbänden ein Teil der Unkosten gedeckt, die durch die Organisation von Wettkämpfen entstehen (ist aber je nach Verband und Sportart sehr unterschiedlich)
oftmals reichen die Mitgliederbeiträge der Verbandsmtglieder hierfür nicht aus (je nach Grösse des Sportverbandes)
sehr oft werden die Startgelder der Wettkämpfe direkt an den Veranstalter ausgerichtet, obwohl der Sportverband im Hintergrund sehr viel hilft dabei
damit z.B. Kampfrichter ausgebildet oder Sportkurse durchgeführt werden können, wird oft auch Geld benötigt; sei es für Hallenmiete, Teilnehmerunterlagen oder auch mal eine kleine Zwischenmahlzeit. Ebenso verrechnen die meisten Verbände keine oder nur minimale Kosten, wenn sie den veranstaltenden Vereinen einen grossen Teil des Bürokrams wie Ausschreibungen und Anmeldungen abnehmen.
ich gehe davon aus, dass in Deutschland wie auch bei uns in der Schweiz sehr viel Einradhelfer oder -Kampfrichter ohne finanzielle Interessen und in den meisten Fällen kostenlos arbeiten... und trotzdem muss man immer noch irgendwo irgendetwas bezahlen.
So, das war nun doch eine etwas lange Auflistung, die sicher noch nicht vollständig ist.
Sehr oft sind Menschen zuerst einmal sehr negativ eingestellt gegenüber Neuerungen (ausgenommen sie machen Spass und wirken nicht einschränkend).
Ich persönlich bin der Meinung, dass Lizenzen in den meisten Fällen sinnvoll sind. Früher hatten die Verbände sehr viele Mitglieder und konnten dank der vielen Mitgliederbeiträge oft auch viel positives im Hintergrund bewirken für die Förderung und Entwicklung einer Sportart.
Der heutige Zeitgeist läuft jedoch in eine andere Richtung: jeder möchte gerne ein kleiner "Ego" sein, seine persönliche Freiheit geniessen (da spricht ja auch nichts dagegen), sich ja nirgends verpflichten, aber trotzdem gerne bedient werden (Konsumgesellschaft). Somit haben auch die Sportverbände weniger Mitglieder und demzufolge auch weniger Geld zur Verfügung, um damit eine Sportart zu fördern oder attraktiver zu machen.
Bei uns im Schweizer Einradsport fliesst zum Beispiel jeder einzelne Franken der Lizenzen wieder direkt zurück in die entsprechende Sparte, sei es z.B. für die Durchführung eines Kampfrichterkurses oder in Material, das danach wieder jeder Veranstalter kostengünstig nutzen kann. Unser Sportverband ist übrigens nicht sehr gross und die Funktionäre arbeiten kostenlos, da sie diese Sportart fördern möchten.
Sicher wird es neben vielen positiven auch negative Beispiele geben. Ich denke aber, dass sich die negativen Beispiele vorallem in Sportarten finden werden, in denen Geld und Macht eine wichtige Rolle spielt.
Einradsport gehört da meiner Meinung nach nicht dazu.
Über Lizenzen kann jeder denken, wie er will, es ist auch niemand verpflichtet, eine solche zu erwerben, um Einradfahren zu können.
Nur wenn man sich an organisierten Anlässen beteiligt, hat man sich natürlich an den Richtlinien des Ausrichters zu orientieren (Freiheit des Veranstalters). Aber hier habt ihr ja auch die eigene Freiheit, zu entscheiden, ob man da mitmachen will oder ob ihr so etwas selber auf die Beine stellen wollt.
Ich selber bin kein "Lizenzguru", vertrete aber trotzdem die folgende Meinung:
Wenn man sich die Hintergründe des Lizenzwesen in jedem konkreten Fall überlegt, werdet ihr vermutlich feststellen, dass es eigentlich in den allermeisten Fällen auf einem positiven Hintergrund basiert.
Wenn ihr irgendwo Missbräuche feststellt, dann haut rein in die Tastatur was das Zeugs hält, da bin ich der gleichen Meinung wie die meisten Benutzer dieses Forums.
Aber bitte bleibt sachlich, dann erreicht ihr ev.sogar eine positive Veränderung.
:p Ende der Rhetorik, nun seid ihr wieder an der Reihe
Matthias Gauler ;)
enaddi
2008-05-28, 06:10 PM
Ok danke für die "kurze Zusammenfassung" :) Ich weiß nicht recht was ich davon halten soll. Wenn das Geld was durch die Lizenzen eingenommen wird auch wirklich wieder zur Förderung der jeweiligen Sportart genutzt wird finde ich es gerechtfertigt ansonsten nicht.
solange die freiwilligkeit im vordergrund steht ist ja auch alles ok.
ich bin gerne bereit meinen obulus beizutragen, - solange ich entscheiden kann ob ich ne lizenz (jahresabo) "kaufe" oder ob ich - meinetwegen auch in summe teurer - mich für einzelne veranstalltungen anmelde.
ich will mich nicht in schweizer belange einmischen, fände es aber schade wenn ich bei schweizer events zusätzlich zur autobahnvignette noch ne einradlizenz erwerben müsste.
ich glaube das würde wenn es schule macht zumindest den "internationalen" einradsport eher beeinträchtigen.
ausserdem denke ich nicht das ich eine konservative einstellung zu neuerungen habe...aber das beurteilen wohl besser andere...
jogi
ibrmv
2008-05-28, 06:46 PM
Jogi schrieb:
ausserdem denke ich nicht das ich eine konservative einstellung zu neuerungen habe...
Hallo Jogi
mit meiner Anmerkung Sehr oft sind Menschen zuerst einmal sehr negativ eingestellt gegenüber Neuerungen (ausgenommen sie machen Spass und wirken nicht einschränkend). habe ich nicht dich gemeint, sondern eine allgemein zu beobachtende Reaktion bei vielen Menschen beschrieben (gilt natürlich auch für mich :p )
Niko schrieb:Jogi, Du solltest Politiker werden - oder Philosoph!
beim Politiker mach ich nicht mit, beim zweiten hingegen lass ich dich nicht hängen ;)
Gruss
Matthias Gauler
Angsthase
2008-05-28, 06:52 PM
Schön, dass es in der Schweiz mit den Lizenzen so gut läuft.
In unserem Heimatland habe ich das Gefühl, dies ist leider nicht wirklich der Fall. Wenn Lizenzen dazu missbraucht werden, Mitgliedern Einschränkungen zu unterwerfen, um Konkurrenten zu schädigen, Ehrenmitgliedern den Ruhestand zu versüssen und den Spitzensport zu fördern (den es verbandsmäßig im Einradbereich nicht gibt) bin ich gegen diese Lizenzen.
Regeln sind wichtig, jedoch häufig auch mehr Einschränkung als Hilfe. Die Kurbeldiskussion ist da nur ein Beispiel. Das Kinder nun in der Lage sind mit 100 Kurbeln zu fahren, wo es doch vor 10 Jahren noch total schädlich für die Körper der Athleten war ist eins von diesen Beispielen. Jugendliche die sich verletzen weil die ach so ungefährlichen Plastikpedalen beim Hochsprung brechen ein anderes. Leider haben Lizenzen die Nachteile, dass sie zumindest in Deutschland anscheinend mehr Arbeit und Kosten verursachen als Nutzen für den Sportler mit sich bringen.
Ich fahre da mal lieber beim RTL (übrigens mit der Radgröße und den Kurbeln die ich für richtig halte). Meine Tests haben ergeben, dass es da durchaus ein physiologisches Kriterium gibt. Würde ja auch niemand auf die Idee kommen mit einem Cooker zum Wheelwalk anzutreten! Regeln sind notwendig und wichtig, jedoch sollte es immer noch Spielraum für Veränderunge
Freiheitsliebende: Nehmt die Lizenz Fahrer doch mal mit in Eure Welt (der mit eigenen Tricks und ohne Startnummer, zeigt ihnen die Basisdemokratie bei einer guten Street Session und Eure schönste Trail Line). Aber nicht über die rote Ampel fahren ;-)n geben, sonst entwickelt sich nichts weiter!
Kann Jogi´s Freiheitsgedanken da eigentlich schon verstehen.
Also Lizenzler: Überdenkt doch mal bitte Eure negative Machteinwirkung mit eurem Handeln und den ach so schönen Regeln.
der angsthase
olarf
2008-05-28, 07:32 PM
Ich denke mal der Angsthase hat das gut dargestellt, dem kann ich mich anschließen. Ich habe da aber noch eine Frage zum Verständniss da die Schweizer sich offensichtlich nicht ganz einig sind was eine Lizenz ist und bedeutet.
Matthias schreibt :Lizenzen sind kostenpflichtige Dokumente, welche bei den meisten Sportarten alljährlich gelöst werden müssen, um eine Zulassungsberechtigung zu den Wettkämpfen zu erhalten
Franz schreibt: 1. Durch die Lizenzen wird niemand ausgeschlossen. Auch Einradfahrer die keine Lizenz gelöst haben, können an Einradrennen in der Schweiz teilnehmen.
Matthias beschreibt eine Lizenz, Franz eher eine Datenbank.
Es wäre auch mal gut zu wissen wie die Kostenunterschiede sind.
Den Finanzierungsgedanken kann ich garnicht verstehen, wir finanzieren die Veranstaltungen über die jeweiligen Startgebühren und Sponsorengeldern. Das ist so bei Veranstalltungen eines Verbandes und auch bei Verbandsfreien Veranstalltungen. Der BDR nimmt zusätzlich noch ein erhöhtes Startgeld für nichtmitglieder.
Gerüchteweise munkelt man auch das die Zahl der Teilnehmer an Rennen seit Einführung der Lizenzen zurückgegangen sind, Gerüchte sind aber eben nur Gerüchte daher wäre es schön hiezu mal Zahlen zu hören. Per Fakt weis ich das es Einradfahrer in der Schweiz gibt die den Rennsport eingestellt haben da er Ihnen zu teuer geworden ist.
Generell dient eine Lizenz wie schon im thread erwähnt zur Kontrolle eines Sportes. Es wäre interessant zu hören welche Bedingungen an eine Lizenz geknüpft wird, wenn es nur Geld ist, grenzt sie zumindestens mal Fahrer ohne Geld aus was sehr schade ist. Solange es selbst im Weltverband keinerelei Tendenzen gibt Lizenzen einzuführen wundert es mich das ein Landesverband dies tut. Fahrerdatenbank und vereinfachte Anmeldung etc. sind hilfreich, haben aber nichts mit dem Gedanken einer Lizenz zu tun. Wer sich mal mit Fussball beschäftigt hat und weis das auch 10 Jährige mittlerweile Spielsperren über 6 Monate und mehr erhalten, weis was Lizenz Sport bedeutet: Funktionäre kontrollieren wer teilnehmen darf und wer nicht. Kontrolle kann im Sinne eines Sportes sein, mir ist jedoch kein Sport bekannt wo dieser positive Aspekt zu erkennen ist. Ich bin aber offen für positive Gegenbeispiele.
Stephan
2008-05-28, 07:39 PM
hallo,
ich will da auch noch ein kleinen Beitrag beisteuern,
es gibt immer 2 Seiten so auch mit Lizenzen.
In der Schweiz sind die Lizenzen für die bessere Organisaion (Ablauf Anmeldung, Auswertung bei Rennen) und Teamkontrolle (Vorgabe durch Regeln, z. B. bei Captainentscheid oder neue Beschlüsse) beim Hockey.
In der Schweiz sind die Lizenzen soweit OK, wobei hier über die Kosten noch verhandelt werden müsste, denn es sind einfach viele Rennsportler aus früheren Jahren nicht mehr an den Rennen, wobei das vielleicht auch auf andere Faktoren zurückzuführen ist, z. B. Wechseln in den Bereich Trial/Muni/Downhill, da geht ja viel zur Zeit -- in Deutschland hingegen wird dieses System nicht funktionieren, da es bestimmten Leuten darum geht, Mitglieder seines Verbandes nicht an verbandsfremden Veranstaltungen zulassen zu wollen (Jury z. B.)
noch anmerken möchte ich den Kommentar im vorherigen Beitrag wegen Kurbellänge und Pedalen beim Weitsprung - diese Formulierung gefällt mir besonders gut.
ibrmv
2008-05-28, 07:47 PM
Olaf schreibt: Matthias beschreibt eine Lizenz, Franz eher eine Datenbank.
Hallo Olaf
wenn du meinen Beitrag genau gelesen hast, wirst du feststellen, dass ich damit die Frage des vorgängigen Beitrages auf eine allgemeine, nicht sportartspezifische zu beantworten versuchte. Franz hingegen hat einen Anwendungsfall beschrieben, wie ein Teil der Lizenzgebühren in der Schweiz verwendet wird.
lesen ist Silber, verstehen ist Gold (natürlich lizenzfrei, weil es hierfür noch kein Formular gibt) ;)
:confused: ich hoffe, dass du uns dieses "Schweizer-Problem" nicht wegnehmen möchtest, denn da hätten wir gerne die Freiheit, dies für uns selbst zu behalten
na als politiker bin ich hier wohl unter "kollegen"
also brauch ich jetzt eine lizenz in der schweiz oder nicht:confused:
brauch ich als "ausländer" eine lizenz:confused:
jogi
bbraf
2008-05-28, 08:37 PM
Wie auf alle realen Fragen lautet die Antwort: it depends
Die Reglemente der Swiss Unicycle Racing Union stehen online, siehe
http://www.a-t-b.ch/media/archive1/einradsport/rulebooks/reglement_einradrennen_2008.doc
Im Artikel 3.1 steht:
Zugelassen für die Rennen sind:
• Alle Fahrer/-innen aus dem In- und Ausland
• Für die Qualifikation zur Jahreswertung und der Finalteilnahme werden nur Fahrer/-innen mit einer Jahreslizenz gewertet.
Das heisst, an sämtlichen CH Rennen können alle Fahrer aus dem In- und Ausland teilnehmen. Möchtest Du aber Ende Saison auch am Schweizermeisterschaftsfinale teilnehmen, so musst Du eine Lizenz lösen.
Diese Dinge sind für mich jedoch sekundär. Für mich als Fahrer stehen vorallem die Ablaufverbesserungen bei Anmeldung, Registration und Auswertung im Vordergrund, denn diese Verbesserungen machen die Wettkampfteilnahme stressfrei.
ibrmv
2008-05-28, 09:15 PM
auch wenn ich nicht gerne Reglemente zitiere; eine kleine Ergänzung ist noch anzufügen:
4.2
...
Eine Tagesrennlizenz kostet CHF 10.00.
Diese berechtigt an einer Veranstaltung an allen angebotenen Disziplinen teilzunehmen.
...
Tagesrennlizenzen können an allen Qualifikationsrennen gelöst werden.
...
Diese Tageslizenz (oder nennen wir es "Startgebühr-Erhöhung") ist aus Gründen der Fairness gegenüber derjenigen, welche eine Jahreslizenz ( CHF 30.00 ) gelöst haben, sicher gerechtfertigt.
Die Tageslizenz ist vorallem für "Einmalstarter" oder "Gelegenheitsfahrer" ideal. Auch Einradfahrer, welche erst einmal bei den Rennen "vorbeischnuppern" wollen, sind damit bestens bedient.
Für die Teilnahme an der Finalveranstaltung (Schweizermeisterschaft) ist hingegen eine Jahreslizenz erforderlich.
nicht vergessen: diese Beiträge fliessen (bei uns in der Schweiz) direkt wieder in die Sportart zurück
die teilnehmerzahlen an den rennen in der schweiz sind in der tat bedenklich ich war selber seit 2004 an keinem rennen mehr der rückgang ist sicher nicht nur auf die lizenzen zurückzuführen. den die zahlen waren scon vorher rückläufig.
die kosten sind sicher ein punkt. aber hier sind nicht nur die lizenzkosten die mit 20 od 30 sFr pro saison eigentlich gut tragbar sind. viel mehr sind auch die rennen selber teurer geworden früher gabs meistens nur eine renndistanz auf strasse zwischen 800 und 1200m. bei den ersten bahnrennen gabs dann 800m und z.t. 100m startgeld betrug 15.- in den bestbesuchten rennen gabs um 2000 rum über 120fahrer. dann als immer mehr bahnrennen aufkammen (so ab 2001 und am schluss 100m 400m 800m an einem tag durchgeführt wurden stiegen die kosten auf bis zu 35.- obwohl ja eigentlich nicht viel finanzieller mehraufwand dazukam. stadionmiete war so wie so halt 2 sätze medaillen mehr. ich habe nie ein rennen organisiert und kann die kosten so nicht genau abschätzen aber sollte doch eigentlich auch mit tieferen beiträgen möglich sein (gieng ja früher auch) hinzu kommt das ja heute die zeitmessung mit jury vom verband gestellt wird (wird durch lizenzen finanziert) zahlt den der veranstallter trotzdem noch jurygelder oder etwas für die zeitmessung? wie gesagt bin nicht genau auf dem neusten stand vielleicht kann franz noch ein paar sachen korriegieren.
das problem ist natürlich auch das mit den tiefen teilnehmerzahlen das startgeld wieder höher sein muss um die kosten zu decken. so viel ich weis waren letzte saison nicht viel über 50 teilnehmer wenn überhaupt.
ein weiterer grund ist natürlich vor allem die konkurenz von anderen einradsportarten ich sehe hier an erster stelle hockey. früher sind in der schweiz fast alle hockeyspieler auch rennen gefahren. heute gibt es viel mehr hockeyturniere und die jüngeren mannschaften sind direkt ins hockey eingestiegen. weil es genug turniere gibt haben sie kein bedürfniss nach anderen anlässen wie rennen. die abwanderung an muni/trial ist meiner ansicht nach in der schweiz nicht so gross.
und dann ist natürlich das allgemeine problem welches jedenfalls in den bereichen hockey und rennen besteht im rennen noch extremer als im hockey. die meisten teilnehmer sind kinder und jugendliche. viele höhren mit dem einradfahren auf wenn sie aus der schule kommen. weil sie weniger zeit haben und vorher auch nie voll im sport integriert waren.
denen die vollgas einradfahrer waren und auch etwas erreicht haben fehlt wohl z.t. etwas die herausforderung. die spitze ist im einradsport sehr schmal, schon an der wm. in den ländern ist es dann noch extremer. jedenfalls in der schweiz.
wie schon von einigen leuten gesagt sind die lizenzen in der schweiz nicht grundsätzlich schlecht. denke nicht das die leute an der macht sich damit bereichern wollen.
das ganze könnte aber auch ohne lizenzen ablaufen die beiträge kann man auch wie startgeld erheben. das im hockey jeder eine lizenzkarte hat ist nicht nötig da man sich gegenseitig kennt. es kann nicht ein spieler unerkannt in einer anderen mannschaft spielen. also unnötiger aufwand mit den karten. eine datenbank mit den rennteilnehmern und einfachere anmeldung zu den rennen direkt beim verband sind auch ohne lizenzen möglich.
aber jetzt sind diese lizenzen halt da.
die angst das einradfahren irgendwann zu profesionell wird ist eigentlich unbegründet. Meiner ansicht nach wird der einradsport nie viel grösser werden als er jetzt ist. denn bis man wirklich gut einradfahren kann braucht es einfach zu lange. fahren kann man ja schnell mal aber bis man das rad wirklich im schlaf beherrscht brauchts einiges mehr. und das ist die voraussetzung um jede sparte auf gutem niveau ausüben zu können.
so jetzt hab ich wiedermal für ne weile genug geschrieben. ab nächster woche bin ich in der französischen schweiz e chli am schaffe. dann habt ihr eine weile ruhe
mfg
Barbara
2008-05-29, 09:31 AM
Sehr interessant mal zu erfahren wie die Schweizer es handhaben. Allerdings kann man die Schweizer Lizenz nicht mit der Lizenz vom BDR / UCI (Plastikkarte mit Foto) in Deutschland vergleichen! Meine jetzt nicht den Mitgliedsausweis für BDR Einradfahren! Der BDR hat eine Allgemeine Sportordnung die für alle Sparten im BDR gelten! Dort wird das Thema Lizenz geregelt.
http://www.rad-net.de/html/verwaltung/reglements/spo_04-2008.pdf
Als ehemalige Reigenfahrer (BDR/Soli Sparte Kunstrad) haben wir unsere Erfahrungen mit solchen Lizenzen gemacht. Außer erhebliche Kosten habe ich persönlich keinen Vorteil von Lizenzen erkennen können. Lizenzen verursachen viel Aufwand, Vorausplanung und Kosten. Auch wird damit jede Spontaneität verhindert. Jedes Jahr war es Stress die Lizenzen zu erwerben und auch sehr schwierig im Herbst/Winter zu entscheiden, wer nächstes Jahr wirklich aktiv fährt. Da gab es oft beantragte Lizenzen die niemals zum Einsatz kamen.
Zu den Kosten:
1. Die BDR Lizenz kostet Geld (zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag) und es ist nicht gesichert, dass dieses Geld wieder zu 100% in den Einradsport zurück fließt.
2. Um die Lizenz zu bekommen, muss man Mitglied im BDR sein (siehe Regelwerk) und die Bestimmung des UCI zustimmen.
Die UCI - soweit ich informiert bin – akzeptiert keinen anderen Weltverband neben sich, wie z.B. beim Einradfahren IUF.
Und (soweit ich informiert bin) momentan werden die BDR Mitgliedsbeiträge die von den Einradfahrern an den BDR abgeführt werden nicht zu 100% an den Einradsport wieder investiert. D.h. auch hier würde Geld ausgegeben werden, dass nicht dem Einradsport fördert.
3. Die Jungen Sportler brauchen für eine Lizenz ein Gesundheitsattest (siehe Sportordnung), was im deutschen Gesundheitssystem nicht mehr kostenlos von den Ärzten ausgestellt wird! Es entstehen Kosten zwischen 50 und 200 € pro Jahr, die dem Einradsport gar nichts bringen. Uns hat der Arzt immer sehr verwirrt angeschaut, was wir eigentlich von ihm wollen. Die Ärzte können sich unter Einradsport selten was vorstellen.
Das mag für den Profi Sport Straßen Rennfahren passen. Nur passt das auch für den Einradsport?
Der Einradsport boomt mit jungen Fahrern und wie sollen sich Vereine mit viel Nachwuchsfahrern sich das leisten?
wolfgang.schaper
2008-05-29, 09:40 AM
Zum Gesundheitsattest: in der Sportordnung des BDR finde ich dazu nur diesen einen Absatz auf Seite 48
Für Sportlerinnen und Sportler des Nachwuchsbereiches ist mit dem Lizenzantrag ein Gesundheitsattest eines Arztes beizubringen, das nicht älter als 120 Tage sein darf. Dieses Attest gilt für das gesamte Jahr
Was muß denn nun in diesem Attest drinstehen, damit man eine Lizenz bekommt? Oder anders gefragt, welche medizinischen Indikationen sind ein Grund dafür, daß man keine Lizenz bekommt?
Barbara
2008-05-29, 10:13 AM
Was muß denn nun in diesem Attest drinstehen, damit man eine Lizenz bekommt? Oder anders gefragt, welche medizinischen Indikationen sind ein Grund dafür, daß man keine Lizenz bekommt?
Das habe ich in den Jahren nie rausbekommen!
Man geht zum Arzt seiner Wahl. Der Arzt hat halt allgemein untersucht und gefragt. Konnte sich überhaupt nicht vorstellen, was die Belastung eines Einradsportler ausmachen. Der Arzt steht halt mit seiner Unterschrift gerade, dass der Sport dieses Kind nicht gesundheitlich überfordert. Letztendlich habe wir immer mit Schulterzucken des Arztes diese Unterschrift erhalten. So wie das gehandt habt wird macht es aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, außer das der Verband der die Lizenz vergibt, aus der Verantwortung ist.
kann mir mal bitte jemand die NOTWENDIGKEIT einer Lizenz erklären?
wenn´s um die Daten geht kann man doch hier oder in anderen Foren ne Datenbank reinstellen, die jeder der irgendwo Teilnehmen will, dann selber mit seinen Daten füllen kann.
Er könnte dann weltweit mit "seiner" Startnummer antreten und jeder hätte sofort alle Daten...
und kost nix, da sich jeder selbst verwaltet :)
ich starte dann immer mit meiner Nummer XXXX die ich immer neben meinem rad hängen habe...viele Jahre.
Ich bleib dabei Lizenzen sind weder dem Einzelnen noch dem Einradsport nicht dienlich!!!
Los überzeugt mich vom Gegenteil, was kann NUR mit einer Lizenz geregelt werden:confused: :confused: :confused:
meinrad
2008-05-29, 10:17 AM
Zum Gesundheitsattest: in der Sportordnung des BDR finde ich dazu nur diesen einen Absatz auf Seite 48
Was muß denn nun in diesem Attest drinstehen, damit man eine Lizenz bekommt? Oder anders gefragt, welche medizinischen Indikationen sind ein Grund dafür, daß man keine Lizenz bekommt?
Musst du denn alles hinterfragen?
;)
ich kenne das vom tauchen, die Frage ist eigentlich nur ob der Arzt bedenken hat das man diese Sportart ausführt, da macht es natürlich Sinn das der Arzt die Risiken der Sportart einschätzen kann.
Z.B. zu weiche Schienbeine :eek:
:D
3004 timy
2008-05-29, 04:43 PM
Zitat:
[QUOTE=Barbara]Das habe ich in den Jahren nie rausbekommen!
das habe ich au nie rausgefunden. Ich war auch 5 jahre im kunstrad. am anfang hat der arzt noch knie und rücken n bissle angeschaut und abgetastet (sind ja am meisten belastet) und denn puls und atmung überprüft aber des wurde mit der zeit immer weniger. in den letzten zwei jahren hat er mich gar nicht mehr untersucht sondern mir am empfang gleich stempel und unterschrift gegeben. ;)
da musste man scho nicht im wartezimmer rum sitzen:D
ibrmv
2008-05-29, 06:46 PM
:confused: offenbar gibt es tatsächlich Lizenzregelungen, die mit hinterfragbaren Bedingungen verbunden sind.
Als guter Grundsatz war da vorab sicher einmal die Gesundheit des Sportlers gedacht. Aber ist es die Aufgabe eines Sportverbandes, die persönliche Konstitution jedes einzelnen zu beurteilen? Liegt meiner Meinung nach in der Eigenverantwortung jedes einzelnen Sportlers :(
Im anderen Fall bekäme meine scherzhaft angemerkte "Lizenz fürs atmen" doch eine lebenswichtige Bedeutung. Aber was machen wir dann mit denen, bei denen wir das Lizenzgesuch ablehnen:rolleyes:
sind das nun illegale "Atmer" ?
schreiben wir einen "lizenzfreien" Wettkampf in der Disziplin "Langatmigkeit" aus ? (Sieger darf eine Woche lang frei durchatmen)
oder müssen die ihre Luft beim Ausatmen obligatorisch einem Einradschlauch spenden, der gerade platt ist?
Upps, diese Idee muss ich gleich patentieren lassen:)
Wer sich gleich jetzt anmeldet , dem gebe ich einen Frühbucherrabatt :p
(Anmeldeschluss ist der Eintragungstermin des Gesuches beim Patentamt)
Matthias Gauler
(bald bin ich Millionär) ;)
olarf
2008-05-29, 10:14 PM
Ich denke mal nach der detailierten Darstellung der Schweizer ist klar das es eigentlich gar keine richtige Lizenz gibt in der Schweiz. Vielleicht hättet ihr es seinerzeit einfach anders nennen sollen (Registrierungsgebühr z.B.).
Ausser der Sperre fürs Final Rennen (die auch überflüssig ist) enhält eure Lzenz anscheinend nicht was so eine echte Lizenz ausmacht, der Matthias hat ja schon durschaut wie das richtig zu laufen hat mit so einer schicken Lizenz und evtl. versteht ihr jetzt auch warum man hier allgemein ganz klar gegen Lizenzen ist und warum sie den Sport töten können.
ibrmv
2008-05-29, 10:52 PM
Olaf, mich würde mal interessieren, was ihr besser macht und wer das finanziert ? :)
Gruss
Matthias Gauler
olarf
2008-05-30, 02:07 AM
Da hast Du mich wohl ganz falsch verstanden, wir machen hier nichts besser, eher im Gegenteil :D
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen das eure "Lizenz" offenbar mehr gutes wie blockierendes beinhaltet und somit nicht einer "klassischen" Lizenz im Sport entspricht.
Wenn wir erstmal, so wie Ihr, unsere Einradverbände unter einen Hut bekommen würden wären sicher viele froh. Es steckt aber derzeit viel positive Energie im deutschen Einradsport und das auf vielen Fronten. Das läßt hoffen!
Finanziert werden bisher zumindest alle verbandsfreien Wettkämpfe hierzulande durch Startgebühren und Sponsoren. Diese Wettkämpfe, ebenso wie die der meisten Verbände , sind für jedermann zugänglich und jeder hat die selben Kosten zu tragen. Ich habe allerdings schon gehört das die Anmietung von Sportstätten in der Schweiz recht teuer sein soll, da mag ein Unterschied bestehen.
ibrmv
2008-06-01, 12:07 AM
Hallo Olaf
danke für die Erläuterung. :)
Damit ich nochmals klarstellen darf: ich persönlich kann den Lizenzen durchaus viele positive Seiten abgewinnen, wenn der Nutzen wieder dem Sport direkt zugute kommt.
Einschränkende Bestimmungen sind in einzelnen Punkten sicher sinnvoll (z.B. Doping), dürfen aber keinesfalls die Eigenverantwortung des Sportlers entlasten.
:mad: Einen klaren Missbrauch sehe ich zum Beispiel, wenn durch eine Bestimmung das Interesse eines Sponsors direkt oder indirekt geschützt wird. (z.B. Bestimmung: "obligatorischer Versicherungsschutz" und beigelegtes Formular "Versicherungsantrag" mit der Option "mit den beigelegten Ausweiskopien bestätige ich meinen Versicherungsschutz und verzichte auf das Angebot")
Gruss
Matthias Gauler
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