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Schlumpf: Erfahrungsaustausch

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  • Ich denke wenn die Welle verbogen ist, dann wird sich der Knopf gar nicht recht aufschrauben lassen, weil er dann nicht sauber ins Kurbelloch eintaucht, sondern am Rand hängenbleibt. Das würde ich, wie von Yeti beschrieben, mit den anderen, intakten Knopf ausprobieren.

    Die Madenschraube soll mit 2Nm angezogen werden. Das entspricht in etwa 2kg Last auf das Ende des dünnen, 10cm langen Inbusschlüssels zu geben. Da biegt der sich schon ordentlich durch. Die Madenschraube kann das aber ab und Florian ist 100% überzeugt, dass sich dann kein Knopf lockert.
    Spruch aus einem chinesischen Unglückskeks: "Freude ist nur ein Mangel an Information!"
    http://www.youtube.com/user/InfiniteCyc

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    • Und ja, die Schaltwelle ist der Stab in der Achsenmitte der Nabe, auf dem an beiden Enden die Knöpfe aufgeschraubt werden.
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      • ich habe heute in der Früh dann noch versucht den Knopf händisch wieder ranzuschrauben, aber wie du schon sagst Cyc, er passt nicht richtig rein und steht seitlich an der Kurbel an.
        Die Madenschraube ist noch im Knopf
        www.bikepark-info.com

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        • Ist euch sowas auch schonmal im normalen Gebrauch passiert?

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Name:	IMG_1775.JPG
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ID:	2446404

          Ich war gestern unterwegs, und an einem Kurvenausgang bin ich unerwartet gestürzt, obwohl da eigentlich kein ersichtlicher Grund war. Nebenbei habe ich mir dabei noch mein Knie aufgeschürft, weil mein Schoner verrutscht ist. Aber das sei nur am Rande erwähnt...
          Als ich bei der Weiterfahrt einen starken Ausschlag an meiner Felge feststellte, hab ich dann den Schaden festgestellt. Sehr ärgerlich. Weiß jetzt auch nicht, ob ich durch den Ruck beim Ausreißen gestürzt bin (was mir plausibel erscheinen würde), oder ob die Öse beim Aufschlag nach dem Sturz gerissen ist....
          Dabei hatte ich vor kurzem erst das Problem, dass die seitlichen großen Lager Spiel in ihrem Sitz hatten. Nach Absprache mit Florian durfte ich das selbst mit Loctite beheben. Im Anschluss daran habe ich sogar noch alle Speichen ein gutes Stück gelockert, weil auch zur Diskussion stand, dass möglicherweise die Speichenspannung den/die Lagersitz/Lagersitze aufgeweitet hatte. Das also jetzt eine Speichenöse ausreisst war also wirklich nicht zu erwarten.
          So ein Mist!

          Wie auf dem Foto zu erkennen habe ich bereits ausgespeicht, und schicke meine Nabe nun zur Reparatur in die Schweiz ein .

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          • Originally posted by Christoph View Post
            Ist euch sowas auch schonmal im normalen Gebrauch passiert?
            Zum Glück nicht. Aber ich habe schon von einigen Fällen gehört (vor allem in USA), wo Speichenlöcher ausgerissen sind. Meist lag es an zu hoher Speichenspannung oder schlechter Einspeichung. Nach deiner Beschreibung war das bei dir aber wohl nicht die Ursache.
            Nachdem aber bei dir wohl vorher schon die (zu hohe?) Speichenspannung die Lagersitze gelockert haben könnte, kann es ja sein, daß dadurch auch schon die Speichenlöcher vorbelastet wurden und dann hat halt eines irgendwann aufgegeben.
            Wolfgang

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            • Mir ist gerade noch ein Gedanke gekommen: bei früheren Schlumpfnaben (bis ca. M0350 - bin aber nicht sicher) waren die Speichenlöcher einseitig abgesenkt. Die Speichenköpfe mußten also auf der jeweils richtigen Seite liegen. Ein Versatz um ein Speichenloch hatte massiv erhöhte Belastungen auf den Speichenflansch zur Folge. Leider hast du jetzt schon ausgespeicht, so daß wohl nicht mehr nachvollziehbar ist, ob das Rad bei dir richtig rum eingespeicht war.
              Welche Seriennummer hat deine Nabe? Sind die Speichenlöcher einseitig oder beidseitig abgesenkt (erkennt man durch scharfes hinschauen)? Wer hatte dein Rad eingespeicht?
              Wolfgang

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              • Originally posted by Yeti View Post
                Welche Seriennummer hat deine Nabe? Sind die Speichenlöcher einseitig oder beidseitig abgesenkt (erkennt man durch scharfes hinschauen)?
                Schau dir das Foto an. Erstens sind die Löcher einseitig gesenkt, zweitens kann man genau erkennen, in welche Richtung die Speiche zeigte. Die Nabe war korrekt eingespeicht, soweit ich das sehe. Aber die Löcher weisen alle starke Verschleißspuren auf, was wirklich auf zu hohe Spannung hindeutet.
                Marcus | youtube | municycle.com
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                • Scheibe, Scheibe! Das ist ja richtig ärgerlich!

                  Ja, Hugo, das ist in der Tat gut zu erkennen.

                  Beim Klettern kommt es vor, dass Karabiner nach langem Gebrauch durch fortwährende, punktuelle Reibung des Seils stark abgenutzt werden. Ich habe schon einmal Bruchtests von solchen Karabinern gesehen und da waren die Festigkeitswerte trotz teils fast 50% Materialminderung erstaunlich hoch. Daher würde mich wundern, wenn diese Verkerbungen genügen würden, damit so etwas passiert. Vielleicht ist die Analogie aber auch nicht stichhaltig.
                  Spruch aus einem chinesischen Unglückskeks: "Freude ist nur ein Mangel an Information!"
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                  • Originally posted by hugo View Post
                    Schau dir das Foto an. Erstens sind die Löcher einseitig gesenkt, zweitens kann man genau erkennen, in welche Richtung die Speiche zeigte. Die Nabe war korrekt eingespeicht, soweit ich das sehe. Aber die Löcher weisen alle starke Verschleißspuren auf, was wirklich auf zu hohe Spannung hindeutet.
                    Stimmt. Da hätte ich mal genauer hinschauen sollen. Aber jetzt ergibt sich für mich ein neues Problem: die von den Speichen verursachten Einkerbungen sind zu flach. Bei 3-fach gekreuzter Einspeichung müßten die Speichen im 60 Grad Winkel (gegenüber der Normalen) aus der Nabe rauslaufen. Die Speiche links vom ausgerissenen Speichenloch tut das auch ungefähr. Aber alle rechts davon (soweit man sie sehen kann) haben einen Winkel von fast 90 Grad. Wie kann das sein?
                    Wolfgang

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                    • Originally posted by hugo View Post
                      Aber die Löcher weisen alle starke Verschleißspuren auf, was wirklich auf zu hohe Spannung hindeutet.
                      Da habe ich nochmal drüber nachgedacht. Eigentlich kann man das so nicht sagen. Wenn die Spannung der Speiche hoch ist, bewegt sich da wohl relativ wenig. Also sollten dann die Spuren gering sein. Wenn aber alles locker ist, bewegt sich die Speiche mehr und kann den Lack abraspeln. War also eventuell das Lockern der Speichen der Tod der Nabe?

                      Alles nur Theorie. Ich bin kein Materialkundler. Hat da wer Ahnung?

                      Ich habe zwei Naben. Mein 29" ist von Roland vor knapp 4 Jahren eingespeicht worden und die Speichen sind knackig fest. Mein 36" habe ich selbst vor genau 3 Jahren eingespeicht und da ist etwas weniger Spannung drauf. Jetzt frage ich mich, was haltbarer ist.
                      Last edited by hugo; 2013-05-25, 09:26 PM.
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                      • Ich versuche mal kurz wiederzugeben, was ich bisher in Fachabi und Studium dazu so gelernt habe :

                        Also die Spuren an den Löchern halte ich, relativ unabhänig von der Speichenspannung, für normal. Ich vermute, dass wenn ihr mal bei euch genauer hinschaut oder mal ausspeicht, dass ihr dann den gleichen Verschleiß feststellt?!
                        Meines Wissens der Werkstoffkunde nach, neigt Aluminium generell bei hoher Flächenpressung zum kriechen. Das heißt, dass das Material nach längerer Belastung langsam zu fließen beginnt. Das ist überings auch der Grund, warum (vor allem bei kurzen Klemmlängen) verschraubte Aluminiumteile sich häufig nach einiger Zeit lockern. Das Aluminium fließt unter dem Kopf der Schraube langsam weg und die Klemmkraft veringert sich...

                        Das Ausreißen des Lochs könnte hingegen vielleicht ein Dauerbelastungsversagen sein. Es gibt Dauerfestigkeitsschaubilder (z.B. nach Smith oder nach Haigh), welche die Grenze zwischen Dauer- und Zeitfestigkeit festlegen. An ihnen kann man die zulässige mittlere Spannung, und die entsprechend zulässige wechselnde oder schwellende Spannungsamplitude ablesen, bei welcher noch die Dauerfestigkeit gegeben ist.
                        Meinem Verständnis nach entspricht also die Speichenvorspannung der mittleren Spannung. Dazu kommt dann "im Betrieb" eine wechselnde Last, sodass sich die Gesamtbelastung im schwellenden Bereich bewegt. Also immer auf Zug belastet, mal mehr mal weniger...
                        Wenn jetzt meine Vorspannung längere Zeit zu hoch war, und sich die Belastung durch den wechselnden Anteil nun außerhalb des des Smith-Dauerfestigkeitsschaubilds bewegt hat, besteht also durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass die Speiche oder die Öse irgendwann aufgibt und bricht.



                        @Yeti:
                        Roland hatte überings damals mein Rad eingespeicht. Aber irgendwann hatte ich mal einen Speichenbruch, und habe nach dem Einbau der Ersatzspeiche alles nochmal (hauptsächlich über Anzug der einzelnen Speichen) zentriert. Vielleicht was das auf Dauer der Tod der Öse...
                        Sonst habe ich zwischendurch noch hin und wieder mal ein bisschen nachzentriert, wenns nicht mehr richtig rund lief. Aber da auch immer nur so hier und da ne halbe Umdrehung lockerer oder fester.

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                        • Wie sagte schon Heraklit? "Alles fliesst!"

                          Ich denke aber auch, dass weder das etwas damit zu tun hat, noch die Spuren an den Löchern. Ich bin diesen trotzdem etwas nachgegangen und habe mal bei mir nachgeschaut:

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Name:	Speichung.JPG
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ID:	2446418

                          Die roten Linien sind um 63° gegeneinander versetzt. Das kommt also ziemlich genau hin mit Yeti's Aussage.

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Name:	Speichung2.JPG
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ID:	2446416

                          Hier ist nun ein Bild in etwa derselben Perspektive wie das von Christopf. Ich wollte damit sehen, ob die Perspektive vielleicht die seltsamen Winkel der Spuren an den Löchern bei Christoph's Einrad erklärt. Ich finde sie tut es nicht. Zumindest de Spuren am Loch rechts vom Bruch bleiben rätselhaft.

                          Ich habe auch noch genau geschaut, ob man bei mir eine Abnutzung erkennt.
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ID:	2446415

                          Es ist nichts offensichtlich - selbst mit einer Lupe nicht. Man müsste ausspeichen. Da warte ich aber den nächsten Speichenbruch ab.

                          Aber zurück zur möglichen Ursache. Ich denke, dass man bei der Speichenspannung dasselbe Problem hat, wie beim waagrechten Spannen einen Seils (z.B. für Flying Fox oder "Slack"lines). Wenn man die Spannung erhöht, damit das Seil unter Belastung in der Mitte praktisch nicht mehr durchhängt, dann werden die Kräfte am Seilende unendlich hoch! Genauso kann ich mir vorstellen, dass die Kräfte in der Speiche rapide ansteigen, wenn man die Spannung erhöht. Nur würde ich erwarten, dass die Öse überdimensioniert ist und immer die Speiche brechen müsste.

                          Wie ich aber hier zu Materialermüdung lese, ist Alu nicht "dauerfest". Das heisst, dass es nach einer Gewissen Anzahl von Belastungszyklen brechen wird, egal wie man es dimensioniert.

                          Ich gehe davon aus, dass die hohe Speichenspannung ihren Beitrag geleistet hat - vielleicht zusammen mit vielen Kilometern und damit zyklischen Belastungen. Dennoch stellt sich die Frage, ob das in der Lebensdauer eines Schlumpfes passieren kann, oder ob es da vielleicht schon von Anfang an eine Schwächung gab.
                          Spruch aus einem chinesischen Unglückskeks: "Freude ist nur ein Mangel an Information!"
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                          • Ist das zweite Bild gespiegelt oder ist deine Nabe wirklich spiegelverkehrt bedruckt?
                            Wolfgang

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                            • Ja, das war ein Produktionsfehler. Daher war der Schlumpf auch 50% ermässigt!



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                              Ich habe das Bild gespiegelt, damit es dem von Christoph möglichst gleicht. Mein Rad ist genau spiegelbildlich zu Christoph's ehemaligem Einrad gespeicht. Daher hat es etwas irritiert, wenn man die Bilder aus gleicher Perspektive verglichen hat. Also habe ich mein Rad von rechts oben fotographiert und dann das Bild gespiegelt. Mit der Spiegelschrift müsst ihr nun leben. Könnt ja einen Spiegel nehmen.
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                              • Nur würde ich erwarten, dass die Öse überdimensioniert ist und immer die Speiche brechen müsste.
                                Das hätte ich eigentlich auch erwartet, aber wie du ja schon richtiger Weise geschrieben hast ist Aluminium nie ganz dauerfest. Wie überings auch kein anderer Werkstoff außer Stahl...


                                Mir fällt aber auf, das Cyc's "Ösenkranz" offensichtlich kleinere kreisabschnittförmige Aussparungen zwischen den Ösen hat. Ich nehme an, dass das bereits eine stabilitätssteigernde Maßnahme von Florian war (im Hinblick darauf, das Yeti ja auch meinte, dass es in den USA auch bereits zu Ösenausrissen gekommen sei).

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